Und schon wieder vorbei

Sonntag früh: 5.30 Uhr. Der Wecker klingelt!
Es ist stockfinster draußen.
Aber es hilft nichts. Ein Marathoni muss früh raus.
Duschen, Läuferfrühstück, mindestens 5x zur Toilette -warum bin ich immer nur so aufgeregt?- und schon gehts los zur S-Bahn!

Superpünktlich im Startbereich angekommen. Aber dann erstmal mein Kleiderzelt gesucht.
Diesmal war das anders aufgebaut!
Ab zum Startbereich und ein bisschen nach vorne geschummelt 🙂

Und so sieht das dann aus, wenn es losgeht.
LäuferInnen trennen sich von den Folien und ihren Pullis.
Und die braucht es schon, denn der Startbereich liegt im Schatten.

Kilometer 1.
Meine dünne Jacke wollte ich dann doch noch loswerden.

Zwischen Kilometer 14 und 15.
Da war die Welt noch in Ordnung!

Kilometer 24
Die beste Band auf der ganzen Strecke.
Die trommeln unter der S-Bahnbrücke auf Fässern!
Gänsehaut pur.

Zwischen Kilometer 34 und 35.
Eine langjährige Schulfreundin wartete dort auf mich.

Ja da war ich schon lange fix und fertig.
Es lief einfach nicht.
Zu warm! Und ich hatte das erste Mal Probleme mit leichten Krämpfen.
Ich dachte echt schon ans aufhören, aber ich hatte ja kein Geld für die BVG dabei.
Also hieß es weiterlaufen.

Kilometer 35.
Da begleitet mich mein Vater immmer so 10 Meter 🙂

Und meine Mutter hält scon die lauwarme ausgeschüttelte Cola bereit.
Ein Hochgenuß!!!!

Zu diesem Zeitpunkt dachte ich auch noch: Nee, im nächsten Jahr tust du dir das nicht an!

Kilometer 40.
Den Rest ohne Laufgürtel.

Und da war ich ja bereits “Unter den Linden”

Und wenn du dann dieses siehst, dann ist schon fast alles vergessen.

Und wenn du dann die Ziellinie überquert hast, ist die Welt wieder in Ordnung.
Ic wollte nicht über :45 Stund3en laufen und das habe ich auch geschafft.
Nach 5:44:47 Stunden habe ich dann die Ziellinie überquert.
Für mich ist das in Ordnung, da es mir um die Teilnahem als solche geht, das Feeling auf der Strecke und das Feeling die Ziellinie tatsächlich mal wieder überquert zu haben.

Und so sieht es dann im Zielbereich aus.
Die Läufer trennten sich doch sehr schnell von ihrer Wärmefolie!

Und dann am Familientreffpunkt.
LieblingsRalph und seine Susa hatten sich zu meinen Eltern gesellt und auf mich gewartet!
Das fand ich so nett!

Und so sind LieblingsRalph und ich schon für das nächste Jahr zum Frühstückslauf verabredet.
Und dann natürlich auch zum Hauptlauf!

Insgesamt waren gestern 41.283 LäuferInnen aus 122 Nationen gemeldet.
Davon haben 35.827 das Zeil erreicht.
Der Weltrekord wurde um sechs Sekunden verpasst.

28 Gedanken zu „Und schon wieder vorbei

  1. Liebe Marion,
    du hast meine aufrichtige Bewunderung…und du hast es richtig erkannt…Dabei ein ist alles…und du hast es hervorrangend durchgehalten! Klasse! Herzlichen Glückwunsch zu deinem Erfolgslauf!

    Liebe Grüße
    Klaudia

  2. Du hast mich mit deiner Beschreibung deiner Gedanken so richtig miterleben lassen, wie das so läuft. Echtes Superfeeling war das für dich. Ich gratuliere zum Durchhalten und zu dieser großartigen, sportlichen Leistung.
    LG este

  3. Wenn man das liest bekommt man eine Gänsehaut pur. Meinen tiefsten Respekt hast du, aber für mich wäre das nichts, ich glaube ich müsste Unterwegs von den Sanitätern aufgesammelt werden….
    Liebe Grüße
    Steffi
    PS: Regeneriere dich erst mal….

  4. Tolle Leistung!
    Ich konnte einen Marathon vielleicht im Gehen versuchen, Laufen, danke nein. Dreimal in der Woche ist mein Weg zur Arbeit so lange wie ein Marathon, aber von der Strecke gehe ich nur etwa 2 km zu Fuß. Wenn ich die ganze strecke zu Fuß ginge, dann wäre ich am Ende des Arbeitstages am Ziel, vielleicht… 🙂
    Liebe Grüße, Rita

  5. Liebe Marion ….WAHNSINN …kann ich da nur schreiben ..ich gratuliere Dir gaaaanz herzlich zu diesem Deinen grossartigen Erfolg !
    Ich konnte den Bericht leider erst heute nachlesen ….war im Kh 12 Tage :-(, darum freue ich mich für Dich sehr das Du es wieder mal geschafft hast .
    Liebe Grüsse Clara

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