Nur Quadrate

Nur Quadrate

In den unendlichen Weiten meines eigenen Stoffschrankes fiel mir vor einiger Zeit ein CharmPack in die Hände. Schon länger gehütet hat es geduldig auf seinen Einsatz gewartet. Die Serie heißt Serena Shores von Robin Pickens.

Ich habe nicht alles verwendet, denn alle Farben zusammen gefielen mir nicht für meinen Quilt. Ich habe mich für die blaue Palette entschieden. Und ich hatte auch noch Glück, dass ich in einem Shop ein Päckchen mit LongQuarters gefunden habe. So konnte ich mein Vorhaben von einem ausreichend großen Quilt verwirklichen. Zum Schluss musste ich dann doch noch meine Freundin Magda anbetteln. Ein paar Quadrate fehlten mir dann doch noch. Magda war so lieb und hat sie mir überlassen. Dafür hat sie sich natürlich aus meinem restlichen Vorrat die aussuchen dürfen, die ihr gut gefallen.

So habe ich also 9-Patches ausgelegt und genäht.

Und ihr ahnt wahrscheinlich schon, was nun kommt. Ich habe sie wieder zerschnitten, neu zusammen gelegt und wieder aneinander genäht. Disapeared 9-Patch heißt das Muster, für das es zahlreiche freie Anleitungen im Netz gibt.
Das interessante ist an dem Muster auch wie unterschiedlich es wirkt, wenn mit zwei oder drei Farben gearbeitet wird. Ich habe mich ja für drei Farben entschieden. Und so sieht der fertige Block nun aus.

So habe ich erst einmal zahlreiche Blöcke genäht und ausgelegt. Schnell war mir klar, dass mir ein Durcheinander der Blöcke nicht gefällt. Ich habe mich für schräge Reihen mit den gleichen Stoffen entschieden. Versteht man, was ich meine???? Nicht??? Dann hier ein Bild.

Dann musste ich ein bisschen warten. Ich musste erst noch eine Rückseite und Vlies bestellen. Und nun sieht es bei mir öfter mal so aus.

Zuerst habe ich Blätter in die blauen Kreuze gequiltet.
Dann habe ich mich doch noch entschieden um die blauen Kreuze Stitch in the Ditch zu quilten.

Und so sieht das auf der Vorderseite aus.

Hier ist auch schon zu erkennen, was ich in die größeren Quadrate quilte. Auf Musterstoffen ist das Quilten immer etwas kontraproduktiv, aber ich mache es trotzdem. Es gibt ja auch hellere Quadrate. Da ist dann das Quilting besser zu sehen. Jetzt aber quilte ich erst die dunkelblauen Quadrate. So kann ich das bereits eingefädelte blaue Garn erstmal weiter verwenden und muss nicht umfädeln.

Wenn ich tagsüber gequiltet habe, sitze ich am Abend auf der Couch und vernähe Fäden. Ich vernähe nicht gern mit der Maschine. Mir ist das zu dick und es gefällt mir einfach nicht.
Und Fäden vernähen ist ähnlich meditativ wie das Bindung auf der Rückseite mit der Hand anzunähen.

Ein Kreuz im Ganzjahresbingo gibt es auch wieder. „Der Herbst ist da“. Am Abend ist es doch schon manchmal kühl auf der Couch. So wärmt mich mein Quilt schon beim Vernähen der Fäden.

 

Die Sache mit dem Rock

Die Sache mit dem Rock

Ich wollte einen Rock nähen. Einen ganz bestimmten. Einen Wickelrock mit Rüschen.
Schnitttechnisch wurde ich da bei Kibadoo fündig.

(c) Kibadoo

Der Wickelrock Lorina entsprach genau meinen Vorstellungen. Ein FakeWickelrock in mehreren Längen. Ich wollte lang. Ganz lang. Und FakeWickelrock war perfekt. Da verrutscht nichts.
Ein Stoff war auch schnell gefunden. In meinen Vorräten befand sich noch eine ganz dünne Viskose. Perfekt für diesen Rock. So war der Rock schnell genäht.

 

So und nun stand ich da. Ich hatte einen schönen Rock und kein passendes Oberteil dazu. Kein Problem dachte ich mir. Dann stricke ich mir einen Sommerpulli.
Tja das war gar nicht so einfach. Das Problem war Wolle mit einem passenden Farbton zu finden. Erst im dritten Laden wurde ich fündig.

Meine Wahl ist dann auf Summer Cashmere von Lana Grossa gefallen. Diese Qualität habe ich zum ersten Mal verstrickt. Und ich finde sie gut.
Auch ein Pattern war schnell gefunden. Ich habe schon mehrfach das CumulusTee mit V-Ausschnitt von PetiteKnit gestrickt. Jetzt sollte es das CumulusTee O-Neck, also mit rundem Ausschnitt, werden.

Da meine Maschenprobe völlig anders war, als in der Anleitung angegeben, durfte ich XXS stricken. Die Anleitung von PetiteKnit war wie immer gut. Ein echtes MindlessProjekt. Und der Pulli sitzt wie immer gut.

Und so sieht das Ganze nun insgesamt aus.

Ich bin zufrieden. Die Kombination gefällt mir sehr gut.
Die Kombination beschert mir auch wieder ein Bingofeld beim Ganzjahresbingo 2026. Das ist nämlich für mich!

 

Big Owl

Big Owl

Habt ihr so Anfang des Jahres auch überall die Big Owl von PieceByPiece gesehen??? Mir ist die andauernd begegnet. Und ich war sofort geflasht. Magda und Kathrin ging es genauso. Also haben wir uns das Pattern gekauft und uns Anfang März getroffen um gemeinsam loszugehen. Ich wollte zunächst eine pinkfarbene Eule und bin dann doch umgeschwenkt auf eine helle Eule. Ich hatte dafür Farbvorschläge gesehen. Die Eule sah damit so edel aus. Wir hatten uns dafür auch Stoffe bestellt.
Also haben wir uns getroffen und losgenäht. Ich habe oben links begonnen und nach den ersten drei fertigen Teilen war klar: das mache ich nicht so. Ich wurde immer unlustiger beim nähen. Da waren einige helle Farbvarianten bei, die für mich dreckig wirkten. So bin ich dann doch wieder bei Pink gelandet. Einige Stoffe der ersten Variante habe ich weiter genutzt und alles helle durch pink ersetzt. Das war jetzt meine Farbwahl.

Vor dem losnähen stand jedoch erstmal das Ausschneiden der Teile. Ich habe zuerst nur die linke Seite geschnitten. Das waren schon 42 Teile.

Und nun konnte genäht werden. Irgendwann war ich dann beim Auge angekommen. Das ist das schönste Teil, aber auch das Aufwändigste. Es besteht aus 69 aufzunähenden Stoffstücken. Aber das lohnt sich.

Ist das nicht genial, wie echt das aussieht. Ich habe ganz großen Respekt vor der Designerin ein so tolles Pattern zu erstellen.
Ein erstes kleine Highlight, war dann das Ansetzen des Auges an die anderen vorhandenen Teile. Ich habe immer gleich zusammengesetzt. So konnte mir wenigstens kein Teil verloren gehen. Manchmal gab es nämlich auch kleine Teile.

Nach unserem gemeinsamen Nähen habe ich dann allein weitergenäht. So war meine erste Hälfte recht schnell fertig.

Ich war schon bei der Hälfte total begeistert. Aber ich brauchte erstmal eine Pause. Andere Projekte standen an.
Dann habe ich irgendwann wieder angefangen. Langsam und gemächlich. Und dann hat es mich gepackt und ich wollte es wissen. Ich habe die zweite Hälfte dann zügig beendet. Jeden Tag habe ich daran genäht. Glücklicherweise kann ich mir als Pensionärin diesen Luxus leisten.
Und dann war es so weit. Das letzte Teil!

Der Plan war abgearbeitet. Insgesamt 84 einzelne Teile habe ich mit 1174 Stoffteilen benäht.

Das Zusammensetzen der beiden Hälften war dann noch ein kleiner Kraftakt. Durch das Papier hatte die Eule schon ein bisschen Gewicht. Neben und hinter der Maschine musste ich alles wegräumen. Das hätte ich mir sonst alles runtergefegt.

Und dann kurz vor Schluss auch noch das!!!!

Unterfadenspule leer. Aber dann war ich irgendwann doch fertig.
Und Tadaaaaa, da ist sie nun. Meine BigOwl.

Was für ein Hammerteil!!! Und ja, es sind Fehler drin – wenn ihr die findet, dann dürft ihr die gerne behalten –. Ich habe immer wieder mal Farben verwechselt. Aber in der Natur ist eine Eule rechts und links nicht gleich. Und diese kleinen Fehler bescheren mir auch wieder ein Feld beim Ganzjahresbingo 2026.
Und so sieht die Eule von hinten aus.

Die nächste Arbeit die also ansteht ist das Papier rauszufummeln. Nicht gerade meine Lieblingsarbeit.
Dann aber kann ich den Rand annähen. Die Eule allein ist so noch zu klein für mein Bett. Stoff ist bestellt. Ebenso Stoff für die Rückseite und Vlies. Wenn ich dann Ende September zum Nähmaschinenhändler meines Vertrauens fahre, kommt sie dort auf die Longarm und ich verpasse ihr das Quilting!

Jade Wreath – Teil 2

Jade Wreath – Teil 2

Hallo ihr Lieben da draußen an den Bildschirmen. Da bin ich nun doch wieder.
Zunächst möchte ich mich für eure zahlreichen lieben Kommentare bedanken. Ganz besonders habe ich mich gefreut, dass sich auch etliche meiner stillen Leserinnen mal gezeigt haben. Vielleicht könnt ihr euch ja in Zukunft auch mal aufraffen, nicht mehr ganz so still zu sein. So ein Blog lebt auch von der Interaktion mit den Leserinnen.
Ich werde also weiter bloggen. Wie oft und wie regelmäßig? Keine Ahnung. Mal mehr, mal weniger. Es liegt bei mir nicht an der Zeit. Davon habe ich mehr als genug. Ich war einfach gerade sehr unlustig. Aber heute verspüre ich Lust zum Bloggen.
Liegt vielleicht auch an dem Adrenalin, was gerade in meinen Körper gepumpt wird. Ein großes und sehr aufwendig zu nähendes Top steht kurz vor der Vollendung. Was es ist? Tja, da müsst ihr euch noch ein wenig gedulden.

Heute zeige ich euch erst mein fertiges Kissen. Hier hatte ich den Ruler vorgestellt, den mir der Nähmaschinenhändler meines Vertrauens ausgeliehen hat. Den fand ich so toll, dass ich ihn mir von ihm habe besorgen lassen. Ihr wisst ja: Zubehörjunkie!!!!
Der noch fehlende Stoff war schnell bei mir. Gequiltet habe ich auf KonaCotton. Auf diesen Stoffen sieht die Textur des Quiltings ganz besonders schön aus. Die KonaCotton kaufe ich immer in der Quiltzauberei. Ina liefert rasend schnell und sie hat alle KonaCotton Farben vorrätig (Das könnte Werbung sein, die aber unbeauftragt ist. Ich schreibe das aus voller Überzeugung).

Zuerst aber brauchte ich einen passenden Reißverschluss.

Auch hier ist es immer gut einen ausreichenden Vorrat zu Hause zu haben. So war der Reißverschluss schnell gefunden.
Dann die Paspel nähen. Das mache ich immer nach dem Tutorial von Ines auf dem BerninaBlog. Paspel und Rückseite annähen und mein Kissen war fertig. Nun steht es auf meiner Couch.

Brummi (das ist der Teddy der schon 64 Jahre alt ist), Peter (die Puppe) und Marion (die Strickpuppe) passen drauf auf. Und hier auch nochmal näher.

Es wird irgendwann noch ein zweites Kissen geben. Auf dem InstaAccount von Handyquilter habe ich noch eine Variante der Blume gesehen. Die will ich noch machen.
Aber heute setze ich mich an die letzten Teile meines großen Tops.

Da mein Kissen meine Wohnung verschönert, schicke ich es zur Linkparty von Frau Flickensalat „Home Sweet Home“.

Nur Pause oder doch Ende?

Nur Pause oder doch Ende?

Es wird hier auf meinem Blog erstmal eine Pause geben. Wie lange? Keine Ahnung.
Ich hadere ja schon länger mit der Bloggerei und ich denke auch, dass sich dieses Modell leider überholt hat. Das bedaure ich sehr.
Ich muss mir in Ruhe überlegen, ob ich nach nunmehr ca. 18,5 Jahren diesen Blog schließen werde.