Was Kleines

Was Kleines?! Na ganz bestimmt nicht das, was ihr denkt! Dafür bin ich zu alt.
Aber es gab in der entfernten Familie was Kleines. Meine Großcousine hat ihre zweite Tochter bekommen. Für die erste Tochter habe ich zur Geburt genäht, jetzt habe ich gestrickt.
Von meiner Strickfreundin Evelyn habe ich kürzlich Wolle abgestaubt. Und da war auch diese rosa Wolle. dabei. Mehr als genug für ein Jäckchen.

Ins gesamt habe ich sieben Knäule, aber ich habe für das kleine Jäckchen nicht mal zwei benötigt. Insgesamt habe ich nur 88g verbraucht.Gestrickt habe ich das Babyjäckchen, welches ich im vergangenen Jahr für die Spendenaktion von Herrn U gestrickt habe. Da fällt mir auf, dass ich seinerzeit das fertige Jäckchen gar nicht gezeigt habe. Tztz, so geht das aber nicht.
So könnt ihr das Jäckchen nun heute in rosa sehen.

An der Blende, dem Halsausschnitt sowie die unteren Kanten der Jacke und der Ärmel gibt ein kleines Perlmuster. Das mag ich nicht so wirklich, aber hier finde ich es ganz nett.
Und natürlich musste so kleine niedliche Kinderknöpfchen an das Jäckchen. Da macht das Knöpfe annähen richtig Spaß!

Heute habe ich das Jäckchen abgeschickt und ich hoffe es gefällt und passt auch.
Nun habe ich noch immer ausreichend von der rosa Wolle. Und ähnliche Wolle habe ich auch noch in blau und rot. Gerne würde ich ja weitere kleine Teile stricken, aber ich habe so gar keine Vorstellung wie die Proportionen so eines kleinen Menschen sind. Und meine Wolle passt nie zu den Anleitungen, die ich mir raussuche.


zu den Kommentaren

Ein letztes Mal grün

So, das war nun der letzte Strang grün aus Claudia’s Sockentüte.

Wenn ich ehrlich sein soll, dann fand ich diesen Strang gar nicht schön. Noch auf dem Strang fand ich ihn ein wenig „dreckig“. Aufgemacht sah es dann schon etwas besser aus. Aber begeistert hat er mich nicht. Und es war mal wieder die Qual des Musters. Ich gebe zu, dass ich auch nicht soviel Aufwand betreiben wollte, weil mir der Strang eben nicht gefallen hat! So habe ich auf alt Bewährtes zurück gegriffen. Entschieden habe ich mich für die Orchidensocken.
Und nun bin ich mit dem Strang auch etwas versöhnt. Verstrickt sieht er erheblich besser aus, als ich es erwartet hätte.

Und auch bei diesen Socken habe ich mich für eine gerippte Fersenwand entschieden.

Als Claudia den Anstrick dieses Sockenpaares gesehen hat, rief sie sofort hier! Und so hat sie natürlich diese Socken bekommen.
Für die Kleinsten gab es auch gleich noch ein Paar.

Jetzt ist es aber auch genug mit grün! So geht es jetzt mit meinem blauen Tuch weiter!


zu den Kommentaren

Der große und der kleine Raufbold

Auf Instagram hatte ich vor einiger Zeit Socken aus einer Wolle gesehen, die mir total gut gefallen hat. Also habe ich kurzerhand die Strickerin angeschrieben und schwupps hatte ich die Info zur verwendeten Woille.
Raufbold von Opal aus der Edition Regenwald 16. Raufbold! Was für ein Name! Einfach nur klasse!

An und für sich mag ich solche Wolle eigentlich nicht. Ich stricke gerne Muster und das ist bei einer solchen Färbung nicht möglich. Maximal Rippen gehen noch. Und dafür habe ich mich auch entschieden. Also habe ich im Schaft und auf dem Fußrücken 3re, 1 li gestrickt.

Und weil ich die Färbung so schön finde und wie immer genug über war, habe ich auch noch einen kleinen Raufbold gestrickt.

Der kleine Raufbold ist gestrickt nach einem Sockenrezept von Socksstreet. Diese kleinen Socken gehen als Spende an die Babylotsen im Waldkrankenhaus Berlin-Spandau. Mit einer Spandauer Strickgruppe stricken wir für die Babylotsen Mützen und Socken für einen warmen Start ins Leben. Ich finde das eine schöne  Sache, die ich gerne immer wieder unterstütze.
Und hier sind die beiden Raufbolde nochmal zusammen.


zu den Kommentaren

Herr U ehrt Anne Frank

[Werbung]
Herr U versorgt seine Strickgemeinde regelmäßig mit einem Newsletter. So auch am 21.09.2020.
Dort erzählte er, dass er im letzten Jahr seine Familie in Michigan besucht und dort einen schönen Wollladen entdeckt hat: Stitch in Time. Und wie das unter Stricker*innen so ist, stimmte die Chemie sofort. Die Inhaberin Charlene Hatfield erzählte ihm, das sie bei einem Besuch in Amsterdam das dortige Anne-Frank-Museum besucht hat. Dort entdeckte Charlene ein Foto, auf dem Anne Frank strickend abgebildet war.

Charlene recherchierte und fand heraus, dass es im Tagebuch von Anne Frank am 21.09.1942 einen Eintrag gibt, aus dem hervorgeht, dass sie an diesem Tag Maschen für einen Pullover angeschlagen hat. Für Charlene war sofort klar, dass sie ab sofort immer am 21.09.2020 eine Ehrung für Anne Frank veranstalten möchte. Dafür schrieb sie eine einfache Anleitung für ein Babyjackchen und bietet weiße Merinowolle zum vergünstigten Preis an. Die fertigen Jäckchen werden dann gespendet. Und Charlene fragte Herrn U, ob er denn nicht Lust habe, dies in seinem Geschäft in Berlin auch zu tun. Und Herr U hatte Lust und so war es am 21. September diesen Jahres sowieit. Herr U bietet noch bis zum 03.10.2020 150g weiße Merinowolle nach Wahl mit 30% Nachlass an. Gestrickt werden soll ein weißer Babypullover oder ein Babyjäckchen nach Wahl. Wer keine passende Anleitung hat, bekommt von Herrn U die Anleitung von Charlene zur Verfügung gestellt.
Bis zum 31.10.2020 sollen die Pullover oder Jäckchen dann fertig bei Herrn U im Laden sein. Geplant ist, diese dann der Entbindungsstation der Caritas-Klinik Maria Heimsuchung in Berlin Pankow zu spenden.
Bei solchen Aktionen werde ich immer schwach. Und so habe ich mich heute auf dem Weg gemacht und bin zu Herrn U gefahren, um die weiße Merinowolle zu holen.

Gestrickt wrden soll mit Nadel 4. Und Maschenmarkierer sind erforderlich! Also erst einmal alles zusammengesucht.

Schnell waren die erfoderlichen 60 Maschen angeschlagen. Nun kann es weitergehen.

Herr U ist auch schon fleißig.

Und auch in Michigan wurden die Maschen schon angeschlagen!

Habt ihr das Tagebuch von Anne Frank eigentlich schon mal gelesen? Ich muss gestehen, ich nicht. Ich weiß zwar worum es da geht – wer weiß das nicht-, aber gelesen habe ich es noch nie. Das sollte ich vielleicht mal nachholen.


zu den Kommentaren

Für kleine Menschen

Als ich kürzlich auf dem Gemeindefest mein Schauklöppeln hatte, habe ich erfahren, dass es dort auch eine Strickgruppe gibt. Und das Tollste daran ist, dass ich die Initiatorin auch noch kenne. So habe ich beschlossen, mich dieser Gruppe anzuschließen.
Die Gruppe strickt nicht nur für sich, sondern auch für eine Spendenaktion. Und zwar Mützchen und Söckchen für neugeborene Baby’s. Diese kleinen Sets erhalten die neuen Erdenbürger als Willkommensgruß. Die Sets gehen in das Waldkrankenhaus Berlin-Spandau, also ein Krankenhaus in meinem Heimatbezirk. Was für eine wunderbare Idee. Da bin ich doch dabei. Reste gibt es genug und auch ganze Stränge Sockenwolle, die farblich nichts für mich ist. So z.B. dieser hier.

Vor sehr sehr lange Zeit hatte ich mal ein Abo bei Tausendschön. Das war aber nichts für mich. Zuviele Stränge mit Farben, die ich nicht möchte. So wie eben dieser. Nun ist er sehr gut abgelagert, findet jetzt aber seine neue Bestimmung.
So habe ich ein Mützchen und Söckchen gestrickt.

Das Mützchen habe ich wie folgt gestrickt.
Mit Nadelstärke 3 90 Maschen aufnehmen und in Runden rechts stricken bis 9 cm erreicht sind.
Jetzt mit der Abnahme beginnen:
1. Runde:  *8 Maschen rechts, 2 Maschen rechts zusammen stricken*
2. Runde:  alle Maschen rechts stricken
3. Runde:  *7 Maschen rechts, 2 Maschen rechts zusammen stricken*
4. Runde:  alle Maschen rechts stricken
Mit den Abnahmen in dieser Weise fortfahren bis noch zwei Maschen pro Nadel vorhanden sind.
Für den kleinen Zipfel noch ca. 6 Runden stricken und abschließend den Faden durch die Maschen ziehen.
Für ein Mützchen werden ca. 17g benötigt.
Die Söckchen habe ich mit 28 Maschen in der Runde und ebenfalls Nadelstärke 3 nach dieser Anleitung gestrickt.

Und dann habe ich in meiner Restewolle noch dieses Knäulchen gefunden. Keine Banderole mehr und ich habe keine Ahnung woher ich das habe. Ich glaube, ich habe es mal geschenkt bekommen.

Es hat noch locker gereicht, um daraus auch noch ein Set zu stricken.

Und auch in diesem Jahr gibt es bei 60° Nord wieder ein Herbsthandarbeitsbingo. So konnte ich endlich ein Kreuz, nein zwei Kreuze machen: Etwas Warmes für die Füße. Auch wenn es nur ganz kleine Füße sind. Und etwas stricken.

 


zu den Kommentaren