Es herbstelt!

Auch auf meiner Lieblingsinsel ist der Herbst angekommen. Herbst auf der Insel heißt auch, dass das Wetter doch sehr wechselhaft sein kann. Und so ist es im Moment. Am Samstag empfing mich die Insel mit Schietwetter. Grau und nass. Auch am Sonntag war es grau und noch immer etwas nass. Gestern aber war ein wunderschöner Herbsttag. So bin ich zur Kirche nach Keitum gefahren und habe dort mein Rad abgestellt. Gegenüber der Kirche führt ein Weg runter zum Wattenmeer. Schon am Ende dieses kurzen Weges gibt es einen wunderbaren Blick auf das Wattenmeer.

Am Ende des kurzen Weges eröffnet sich dann ein Wanderweg. Nach rechts geht es nach Keitum rein und nach links in Richtung Morsum.

Hier zeigt sich der Herbst von seiner schönsten Seite. Die Bäume verfärben sich langsam, aber es gibt auch welche, die ihr Blätterkleid schon verloren haben. Wieder andere sind noch grün.

Die letzten Hagebutten zeigen sich noch in voller Blüte und Fruchtstand. Andere haben aufgegeben und sind vertrocknet.Aber die Gräser trotzem allem.  Sie recken sich der Sonne entgegen, wiegen sich im Wind und laden zu zahlreichen Foto’s ein.

Das war ein schöner Spaziergang.
Heute ist leider wieder Schietwetter. Einmal bin ich schon nass geworden. Mal schauen, ob ich mich nochmal raus traue.


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Kommt mit mir in den Osten der Insel

Heute nehme ich euch mit in den Osten der Insel. Nach Morsum. Genauer gesagt zum Morsumkliff.
Zunächst stelle ich mich mit euch auf einen Aussichtspunkt über dem Kliff.

Sagt selbst. Das ist doch ein toller Blick. Und ich schwöre: Die Farben waren echt so, wie auf dem Foto zu sehen. Ich habe da nichts geschönt.
Und nun wandert mit mir auf einem tollen Rundweg auf und am Kliff entlang. Auch hier blüht überall die Heide.

Solange ich mich oben auf dem Kliff befinde, muss ich immer wieder stehen bleiben und den Ausblick genießen.

An manchen Stellen ist der Weg ganz schön schmal geworden. Das hatte ich so gar nicht in Erinnerung. Aber auch das Morsumkliff ist immer wieder von Abbrüchen betroffen. Deshalb gibt es hier auch entsprechenden Hinweisschilder.

Unten angekommen, entfaltet das Morsumkliff seine ganze Schönheit.
Aus geologischer Sicht ist das Morsumkliff europaweit einzigartig. Das Besondere an diesem Kliff ist, dass diese Naturschönheit insgesamt drei Erdschichten vereint. Diese Erdschichten sind zwischen drei und acht Millionen Jahren alt und lagen anfangs übereinander. Während der Eiszeit wurden die Gletscher durch einen enorm hohen Druck aufgebrochen und nebeneinander verteilt. Als Folge dessen ist ein bis zu 21 Meter hohes und rund 1.800 Meter langes Kliff entstanden, das in Schleswig-Holstein unter Naturschutz gestellt wurde. (Quelle Sylt.net)

Wie ihr sehen könnt, haben die Toutisten Spaß daran, die Steine aufeinander zu türmen. Ich finde das sieht richtig schön aus.
Auch heute ist das Wetter wieder schön. So werde ich mich jetzt auf das Fahrrad schwingen und in den Süden der Insel nach Hörnum radeln. Das sind immerhin 18 Kilometer – eine Tour -. Ich gebe aber zu, dass ich die Bequemlichkeit des eBikes für mich entdeckt habe. Zu Zeit ist es auf der Insel sehr sehr windig. Und irgendwie ist immer nur Gegenwind. Das wäre mir etwas zu anstrengend. Mit den eBike aber, ist das gut zu bewältigen.


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Die Braderuper Heide

Heute nehme ich euch mit in den Osten der Insel, genauer gesagt in die Braderuper Heide. Mein Spaziergang beginnt dort immer am Ende einer Straße, die den netten Namen “Uup de Hiir” trägt. Hier gibt es für die Autofahrer einen Parkplatz und natürlich kann dort auch das Fahrrad abgestellt werden.
Gleich zu Beginn schaue ich immer auf dieses Haus.

Umgeben von einem wunderschönen Garten mit Blick auf das Wattenmeer – ok, durch die hohen Hortensienbüsche ist der Blick etwas “verbaut” –. Das muss doch ein Traum sein dort wohnen zu dürfen. Wenn du dieses Haus verlässt bist du schon mittendrin in der Braderuper Heide.

Jetzt im August zeigt sich die Braderuper Heide in einem lila Gewand! So oft ich schon auf Sylt war, aber die Heide blühen zu sehen erlebe ich das erste Mal. Es ist einfach nur schön. Seit 1979 steht die 137 Hektar große Fläche unter Naturschutz. Wanderwege ziehen sich durch die leicht hügelige Landschaft.

Immer wieder kann man einen Blick auf auf das Wattenmeer genießen.

Aber auch der Blick nach rechts und links, nach oben oder unten lohnt sich, wenn du mit der Kamera in der Hand unterwegs bist.

Nach ca. 45 Minuten –  sofern du normal gemütlich gehst –, kannst du dich in der Kupferkanne mit Kaffee und Kuchen belohnen.

Von außen ganz unscheinbar, eröffnet sich im Inneren ein Labyrinth. So mancher Gast irrt auf dem Weg zu dem gewissen Örtchen ein bisschen orientierungslos durch die verschachtelten Gänge.

Solange ich hierher komme, gibt es diese superleckeren Blechkuchen – z.B. mit Rhabarber -, die seit Jahren täglich frisch in der eigenen Backstube hergestellt werden. Und ganz besonders schön ist es, diesen Kuchen in dem in Kiefern eingebetteten und ebenfalls sehr verwinkelten Garten zu genießen.

So lässt es sich aushalten.
Aber irgendwann am Tag muss ich dann doch ans Meer. Und das auch immer wieder mal am Abend. Das ist einfach zu schön.


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Der nördlichste Punkt Deutschlands

Gestern war das Wetter auf der Insel einfach genial. Schon am Morgen wurde ich von der Sonne, blauem Himmel und weißen Wolkengebilden begrüßt.

Also habe ich mich auf mein Rad geschwungen und bin losgeradelt. Ich wollte zum nördlichsten Punkt der Insel: Dem Ellenbogen.
Da war ich schon lange nicht mehr. Von Westerland aus ist das auch ein etwas längerer Weg und ich habe ja nur das Fahrrad. Aber mit dem Fahrrad ist es auch am allerschönsten.
Die 330 Meter schmale und 1200 Meter lange Halbinsel gehört der Familie Diedrichsen und ist somit in Privatbesitz. Somit wird eine Mautgebühr fällig, wenn du mit dem Auto dorthin fahren möchstest. Für Fußgänger*innen und Radler*innen ist der Weg jedoch kostenfrei.
Zunächst bin ich dem Rad-/Fußweg nach List gefolgt. Bei der ersten Möglichkeit bin ich Richtung Ellenbogen/ Weststrand abgebogen. Auf Höhe des Restaurants Wonnemeyer gibt es zwei sehr schöne Aussichtspunkte.

Auf meinem weiteren Weg bin ich auch  am Königshafen – einem Surf-Spot, der Kite- und Windsurfer anzieht – vorbeigekommen. Schon von weitem konnte man die bunten Segel am Himmel tanzen sehen.

Aber die Surfer müsssen auf die gesteckten Grenzen aufpassen, denn das Surfgebiet grenzt direkt an die
Schutzzone I. Das zwischen dem Lister Hafen und dem Ellenbogen liegende Naturschutzgebiet, die kleine Vogelschutzinsel Uthören, auf der sich auch gerne Robben tummeln, darf nicht betreten werden.
Und ich radle weiter und komme an den nördlichsten Leuttürmen Deutschlands vorbei. Wenn ich mich nicht täusche ist das das Leuchtfeuer List-West. Der älteste Leuchtturm an der Westküste.

Und noch weiter geradelt. Den schließlich wollte ich zum nördlichsten Punkt Deutschlands. Und ich kann euch sagen: Es ist so wunderschön dort! Endlose Weite!

Seht ihr mittig im Hintergund die Fähre? Das ist die Sylt-Fähre, die zwischen zwischen dem Lister Hafen und der dänischen Insel Rømø pendelt. Das Wetter war im übrigen so gut, dass man bis nach Dänemark rübersehen konnte.

Da ich nun so so gut im Radeln war, bin ich  – nachdem ich die  Privatstrasse wieder zurück geradelt war – auf dem Deich entlang noch bis nach List gefahren. Schon von weitem ist dort das nördlichte Riesenrad zu sehen.

35m hoch ausgestattet mit 24 Gondeln für jeweils sechs Personen. Ich bin noch nie damit gefahren. Und wenn ich ehrlich sein soll, ich sehe auch immer nur wenige Gäste in dem Riesenrad. Und die Insel ist voll. Und es war auch voll im Lister Hafen. Im Rahmen der 750-Jahr-Feier der Gemeinde List wurde das Riesenrad 2017 erstmalig aufgebaut. Zur Winterpause wird es völlig abgebaut und zur nächsten Saison wieder aufgebaut.

Das war nun mein gestriger Ausflug auf der Insel. 50 Kilometer bin ich geradelt, aber ich gebe zu, dass ich mir inzwischen ein E-Bike gönne. Auf der 18 Kilometer langen Rücktour hatte ich heftigen Gegenwind. Das hätte ich ohne ein bisschen Unterstützung nur schwer geschafft.
Heute hat mich das Wetter nicht sehr verwöhnt. Bis zum Mittag sah es so draußen aus.

So hieß es Stricknadeln raus und ein bisschen an meinem zweiten Teststrick arbeiten. Später konnte ich dann doch noch einen Spaziergang machen und einen Kaffee trinken. Während aber ich diesen Post schreibe, hat es schon wieder geregnet. Waagerecht!!!!!


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Alltagsmenschen

Ich habe Urlaub! Und wo verbringe ich den? Natürlich auf meiner Lieblingsinsel Sylt.
Als ich am Montag nach Wenningstedt radelte, gab es da eine Überraschung für mich. Zuerst dachte ich, da machen welche auf der Wiese der Wenningstedter Promenade Gymnastik. Wäre auch nicht ungewöhlich, denn solche Gymnastikkurse im Freien werden auf der Insel durchaus angeboten. Als ich jedoch näher kam, merkte ich, dass diese Menschen sich gar nicht bewegen, sie aber so dastehen, wie in einer Polonaise.

Glücklicherweise stand ein Schild dabei, dem ich entnehmen konnte, dass es sich um eine Installation der Künstlerin Christel Lechner handelt. Ich bin ja nicht so ein kunstinteressierter Mensch, also kenne ich diese Künstlerin auch nicht. Aber Herr Google ist ja ein Schlauer und auf der Webseite von Wenningstedt konnte ich nachlesen, worum es sich bei dieser Installation genau handelt.

Es handelt sich dabei um liebenswerte Figuren, denen man täglich begegnen könnte, die allerdings selten gängigen Modetrends oder Schönheitsidealen hinterherlaufen. Figuren in alltäglichen Situationen, eben Alltagsmenschen.
(Zitat der Webseite Wenningstedt)

Modelmaße und faltenfreie Gesichter haben die wenigsten der Alltagsmenschen. Damit tritt Christel Lechner ganz bewusst dem weit verbreiteten Schönheitswahn entgegen: „Gesichter, die eine Geschichte zu erzählen haben, sind viel spannender als ein perfekter Teint und eine makellose Haut“. (Zitat der Webseite Wenningstedt)
Die Ausstellung wird bis zum Herbst auf der Insel zu Gast sein. Die einzelnen Figuren sind an verschiedenen Stellen von Promenade über den Dorfteich bis nach Braderup zu bewundern und werden mit Sicherheit für Freude sorgen. Bei mir war das jedenfalls der Fall.
Und nun begeleitet mich auf dem Rundgang – Achtung es folgen viele Bilder –. Wie ich dann einem Plan entnehmen konnte habe ich noch nicht alle gesehen und fotografiert. Aber das hole ich noch nach.

Nach der Polonaise hier nun die Surfdamen.

Der Mann mit dem Fernglas

Der Mann mit der Kamera

Der Mann mit Hut

Und nun geht’s zum Dorfteich Wenningstedt. Dort gibt es Badegäste zu bewundern.

Das Paar mit Schirm

Die Schwimmerin

Der Mann mit dem Schwimmring

Schaut mal. Der hat doch richtig Spaß wenn er unter die Fontäne des Wenningstedter Dorfteiches gerät.

Und???? Haben euch die Alltagsmenschen Freude gemacht? Mir schon. Auch jetzt nochmal bei der Bilderauswahl für diesen Blogpost.


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Ein Ausflug zum Hamburger Hafen

Beim Samstagsplausch habe ich erzählt, dass ich mit meinen Eltern einen Ausflug nach Hamburg mache. Um ganz genau zu sein: wir wollten zum Hamburger Hafen. Ich finde es total spannend dort. Das Wetter war gut. Glücklicherweise nicht zu warm. Das wäre doch etwas viel für meine Oldies gewesen. So aber hatten wir einen wunderbaren Tag.

Und natürlich mussten wir auch da hin, wo wahrscheinlich im Moment jeder Hamburgtourist hin muss.

Die Elbphilharmonie. Vorsorglich hatten wir Tickets vorbestellt, damit wir nicht anstehen müssen. An diesem Tag aber, haben die Leute nicht angestanden.
Die meisten verbinden die Elbphilharmonie mit Konzerten. Das ist aber nur eine Bestimmung der Elbphilharmonie.

In der Elbphilharmonie gibt es auch insgesamt 44 Luxusappartements. Der größte Teil davon sind Eigentum. Für schlappe 15.000 – 25.000 EUR pro Quadratmeter konnte dort Eigentum erworben werden. Die Top-Appartements waren noch teurer. Die größte dieser Wohnungen, ca. 400 qm² ließ sich der neue Eigentümer rund 10 Millionen kosten. Unvorstellbar, oder?!
Für uns bleibt eben nur der Besuch der Plaza. Die Rolltreppen, die in das Innere der Elphilharmonie führen, sind in einem sehr schönen “Treppenhaus” untergebracht. Die Rolltreppen fahren sehr langsam. Da wurde bestimmt an uns Fotografen*innen gedacht. Schließlich wollen wir in Ruhe ein Foto machen.

Von der Plaza aus, kann man auch ganz wunderbar auf die beiden Musicaltheater “Mary Poppins” und “König der Löwen” schauen. Gut, ein bisschen musste der Zoom schon herhalten.

Mit den jeweiligen Fähren werden die Besucher dann am Abend von den Landungsbrücken zu den Theatern gefahren. Ich glaube, dass muss ich auch mal machen!

Auf dem Weg zur Elbphilharmonie und zurück – die man von den Landungsbrücken ganz bequem zu Fuß erreichen kann – konnte man immer wieder den schönen Blick auf den Hamburger Hafen genießen.

Natürlich haben wir auch eine Hafenrundfahrt gemacht. Und wir hatten richtig Glück. Am Morgen war die MS Deutschland, das ist das ehemalige Traumschiff, eingelaufen und lag nun bis zum Abend vor Anker. So wird das wohl genannt.

174m lang und 23m breit ist die MS Deutschland. Die MS Deutschland hat 7 Decks und eine Höhe von 35,5m, dabei 5,79m Tiefgang. Schon ganz schön groß, aber irgendwie sah sie gar nicht so groß aus.
Das war aber noch nicht alles. Das zweite Highlight folgte kurze Zeit später.

Na habt ihr das Schiff schon erkannt? Oder gar den Schriftzug erspäht?
Wenn nein, dann habt ihr hier noch einen Blick direkt von vorn.

Immer noch nicht. Ok, dann jetzt von hinten.

Aber jetzt. Auch die Queen Mary 2 ist am Morgen in Hamburg eingelaufen. Was für ein Glück.
Die Queen Mary ist schon ein bisschen größer als das Traumschiff. Sie ist 343,03m lang, und 41,15m breit. Die Queen Mary 2 verfügt über 13 Decks, ca. 70m hoch und hat dabei einen Tiefgang von ca. 9,75m. Könnt ihr euch vorstellen, dass die Baukosten für die Queen Mary 2 870 Millionen betragen haben? Das ist eine Summe, die außerhalb meiner Vorstellungskraft liegt.

Zu gerne würde ich mal einen Blick in das Innere der Queen Mary 2 werfen.
Ich habe noch viel viel mehr Bilder gemacht. Aber das würde dann doch wohl den Rahmen eines Blogposts sprengen.
Den Oldies hat der Tag gut gefallen. Sie waren glücklich und das ist das Allerwichtigste.

 


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Urlaub auf Sylt 2019 – 4 –

Heute nehme ich euch ein letztes Mal mit über meine Lieblingsinsel. Das Wetter ist noch immer toll. Die Nordsee allerdings zeigt sich ganz ruhig. Ich gebe zu, dass ich lieber mehr Wellen habe. Das waren schon die höchsten Wellen, die ich in den vergangenen Tagen gesehen habe.

So nehme ich euch mit ins Inselinnere. Überall blüht es ganz herrlich. Und das nicht nur in den Gärten, sondern auch am Straßenrand.

Im Osten der Insel erstreckt sich das circa zwei Kilometer lange Morsumkliff.
Das Besondere an diesem Kliff ist, dass diese Naturschönheit insgesamt drei Erdschichten vereint. Diese Erdschichten sind zwischen drei und acht Millionen Jahren alt und lagen anfangs übereinander. Während der Eiszeit wurden die Gletscher durch einen enorm hohen Druck aufgebrochen und nebeneinander verteilt. Als Folge dessen ist ein bis zu 21 Meter hohes und rund 1.800 Meter langes Kliff entstanden, das in Schleswig-Holstein unter Naturschutz gestellt wurde (Quelle: Sylt.net).

Im Hafen von Munkmarsch.

Und immer wieder wunderbare Sonnenuntergänge, die ich zusammen mit meiner Freundin Claudia, die mich über Ostern auf der Insel besucht hat, bei einem Glas Erdbeerbowle auf der Promenade in Westerland genossen habe.

Das war es nun. Am Samstag muss ich leider wieder nach Hause. Aber solange muss ich nicht warten bis ich wieder hierher fahren darf. Im August werde ich den Sommer auf Sylt genießen. Das hoffe ich zumindest.


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Urlaub auf Sylt 2019 – 3 –

Heute nehme ich euch mit in den Süden der Insel nach Hörnum. In Hörnum steht einer von fünf Leuchttürmen der Insel.

Mit 45m ist er der zweithöchste Leuchtturm der Insel. Im Jahr 1907 wurde der gusseiserne Turm auf einer Düne im Süden der Insel erbaut. Bis 1948 wurde die Lampe noch per Hand mit Petroleum befeuert. Mit einer Leuchtfeuerweite von 26 Seemeilen ist Sylts südlichster Turm der hellste Kopf der Insel und zudem ein echter Allrounder: Zwischen 1914 und 1933 befand sich in einem Zimmer des Turms die Hörnumer Schule, rund 3 bis 5 Schüler fanden darin Platz. Heutzutage können glückliche Paare sich ebenfalls in luftiger Höhe das Ja-Wort geben – definitiv ein besonderes Erlebnis! Übrigens, der rot-weiß geringelte Turm ist der einzige Leuchtturm auf Sylt, der besichtigt werden kann (Quelle Reisemagazin). Auf von der Hörnumer Odde ist er noch gut zu zu sehen.

Apropos Hörnumer Odde. Durch Erosion schrumpft die Odde ständig. Nach dem Sturmtief Erwin im Winter/Frühjahr 2005 verlor die Hörnum-Odde erneut rund 20 Meter. Von der Südspitze  der Odde bietet sich bei guter Sicht der Ausblick auf die gelegenen Nachbarinseln Föhr und Amrum.
In Hörnum angekommen haben wir die Räder angeschlossen und sind Richtung Hafen geschlendert.

Meine Lieblingstiere der Insel waren auch schon vor Ort und warteten auf Beute.

Während wir so zum Hafen schlenderten erzählte ich meiner Freundin Claudia, dass sich dort oft die Robbe “Willi” blicken lässt und mit gutem Erfolg auf Fische wartet, die die Inselbesucher am Kiosk erwerben. Und was soll ich euch sagen. Willi war in diesem Moment da.

Im übrigen handelt es sich bei Willi um eine Dame, die das Hafenbecken in Hörnum nunmehr seit fast 30 Jahren besucht. Sie wohnt dort eigentlich schon. Seit 2017 hat Willi eine Freundin, die sie begleitet. Sylta wird diese genannt. Und  nun weiß ich ehrlich gesagt nicht genau, ob wir Willi oder Sylta gesehen haben.
Dann sind wir so am Stand entlang gewandert.

“Du Marion, was bedeuteten denn die Stöcker da?” Äh welche Stöcker? Zuerst wusste ich gar nicht was Claudia meint. Aber dann wussten wir was diese Stöcker zu bedeuten haben. Eine kleine Robbe lag ganz vorn am Strand. Ein junger Mann der Seehundstation war bereits vor Ort und hat den Strand für die Robbe abgesperrt.

Die guckt doch total süß in die Gegend oder? Wir kamen mit dem jungen Mann ins Gespräch und erkundigten uns was jetzt mit der kleinen Robbe wohl passieren wird. Seine Kollegen seien unterwegs, um die Robbe abzuholen. Da sie so an den Strand gekommen ist, ist sie definitiv nicht in Ordnung.

Als wir kurze Zeit später zurückkamen, war der junge Mann noch da, aber die Robbe leider wieder im Wasser. Aber immer in Strandnähe. Er sagte uns, dass das nicht normal ist. Er wird noch etwas warten, ansonsten versuchen sie es am nächsten Tag erneut.
Wir waren dann genug gelaufen und haben uns auf den Rückweg gemacht. Natürlich nicht ohne zwischendurch noch Station zu machen.

Na wollt ihr wissen was am Ende des Stils ist????? Ok ich verrate es euch.

Das war ziemlich lecker :-)))) Dann aber ging es tatsächlich zurück nach Westerland. Am Abend waren wir dann lecker beim Thailänder essen und konnten zum Abschluss eines gelungenen Tages einen schönen Sonnenuntergang genießen.

Das war schon ganz nett. Aber ich gestehe mit Wolken finde ich es noch toller. Das durfte ich ja im Oktober des vergangenen Jahres genießen. Im Moment ist der Himmel über der Insel immer wolkenlos.
So das war es für heute. Moin moin ihr Lieben.


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Urlaub auf Sylt 2019 – 2 –

Kürzlich las ich bei Steffi einen Blogpost zum Thema Frühling. Inspiriert wurde sie dazu unter anderem durch die Blogparade bei Pixelwo, der gerne wissen wollte: “Warum ich den Frühling so liebe”.  Als ich heute so über meine Lieblingsinsel gestreift bin , fiel mir Steffi’s Blogpost wieder ein.
Ich liebe den Frühling weil ….
… die Gänseblümchen wieder da sind

… auch die Butterblumen die Sonne sehen wollen

… der Himmel so wunderbar blau ist und es in allen Farben blüht

… überall auf der Insel recken sich die Osterglocken. Zum Teil in richtig großen Feldern.

… sich eine Tulpe den Weg durch eine trockene Hecke gebannt hat

All diese wunderbaren Eindrücke habe ich heute auf meinem Spaziergang durch Keitum genießen dürfen. Keitum erkundet man am allerbesten zu Fuß. Keitum war früher die Hauptstadt der Insel und ist heute eines der schönsten Friesendörfer der Insel. Keitum liegt am Wattenmeer und genießt dadurch wohl ein etwas milderes Klima. So grünt und blüht es dort ganz besonders schön.
Zu Fuss sollte man auch durch Keitum gehen, um genau diese wunderschönen Friesenhäuser mit ihren schönen Details zu genießen. Und das ist im Frühling an einem so schönen Tag wie heute ganz besonders schön!

Und wenn ihr dann nach dem Spaziergang müde Füße habe und noch ein bisschen verweilen wollt, lohnt sich ein Besuch der “Kleinen Teestube(nein ich bekomme nichts dafür, dass ich die “Kleine Teestube” hier erwähne). Es ist einfach ein schöner Ort, um Kaffee oder Tee und dazu eine leckere Waffel zu genießen. Ich gehe immer wieder gerne dort hin!


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Urlaub auf Sylt 2019 – 1 –

Moin Moin. Heute melde ich mich von meiner Lieblingsinsel.
Am Samstag wurde ich mit schönem Wetter empfangen. Die Nordsee ganz still. Keine einzige Welle und somit auch kein Wellenrauschen.

Der gestrige Tag eher grau. Aber heute! Sonne satt! Aber trotzdem recht kühl. Knallblauer Himmel und nicht eine einzige Wolke zu sehen.

Mein Weg führte mich vorbei an zahlreichen Osterglocken, die sich im Wind bogen.

Zunächst führte mich mein Weg heute nach Kampen. Und dort zum Leuchtturm, auch Langer Christian genannt.

Der Turm war nicht immer weiß mit einer schwarzen “Bauchbinde”. Bis 1953 war er gelb-grau. Na da gefällt er mir heute aber besser!

Der Turm wurde sehr massiv errichtet, so hat der Turm im Sockelbereich eine unvorstellbare Wandstärke von 167 cm. Die Wände sind also so dick, wie manch Erwachsener groß ist. Selbst im oberen Bereich beträgt die Mauerstärke noch ganze 90 Zentimeter. Trotz allem musste der Leuchtturm mit Eisenbändern zusammengehalten werden. Man vermag sich kaum vorstellen, welche gigantischen Kräfte der Natur an diesem Bauwerk wirken.
(Quelle: Weites Land) Kaum vorstellbar, oder. Das ist dem Turm von außen nicht anzusehen.
Danach führte mich der Weg wieder zur Seeseite. Hier wollte ich hoch.

Wo es da hinauf geht? Zur Uwe Düne. Mit 52,2m die höchste Erhebung auf der Insel Sylt. Nach 110 Stufen ist man oben angekommen und kann einen herrlichen Blick über die Insel genießen.

Noch sieht die Insel von oben sehr kahl aus. Die Erika blüht erst später! Aber ein Blick durch das Dünengras ist immer wieder schön!

Wenn ich schon mal an der Uwe Düne war bin ich noch ein wenig durch die Dünen zu der Aussichtsplattform in Kampen gelaufen. Seit einiger Zeit stehen dort zahlreiche Strandkörbe drauf, die leider bezahlt werden müssen, wenn man sich hineinsetzen möchte. Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, eine Miete für den Strandkorb zu entrichten. Dafür sind sie auch alle in Ordnung und sauber. Aber auf dieser Plattform finde ich das unmöglich. Die Besucher*innen verweilen dort doch nicht ewig. Ich finde es total schade, dass es nicht möglich ist, sich dort mal für ein Stündchen niederzulassen, außer auf den am Rand befindlichen Bänken. Und ja, die kassieren wirklich. Ich habe es heute gesehen. Der Blick auf den Strand ist dennoch schön. Auch ohne Strandkorb. Und auch heute gab es überhaupt keine Wellen auf der Nordsee :-((((

So schön das Wetter auch war, es war auch kalt. So musste ich mich ein bisschen aufwärmen. Und wenn ich schon mal in Kampen bin, dann geht’s natürlich zur Kupferkanne. Bei Milchschokolade und Mohnkuchen war es schön gemütlich.

Nun werde ich meine Beine hochlegen und noch ein bisschen stricken.


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