von Kunzfrau | Apr. 22, 2022 | Patchwork, Taschen |
„Du Marion, ich möchte eine Tasche nähen. Machen wir das zusammen?“
Diese Frage stellte mir Magda kürzlich. Eine Tasche?! Ja klar. Da erst fiel mir auch auf, dass ich ewig keine Tasche mehr genäht habe.
„Hast du dir denn schon ein Modell ausgesucht?“ war meine Gegenfrage. Ja hatte sie. Tasche Taniia von Unikati sollte es werden. Na das passte ja. Auf diese Tasche hatte ich auch schon ein Auge geworfen. Also Schnitt besorgt, Termin vereinbart und in den Stash abgetaucht. Der Hauptstoff war schnell gefunden. Ich hatte noch eine Rolle Oilskin in blau. Schwieriger war die Auswahl der Beistoffe. Mehrere Varianten hatte ich mir rausgesucht. Die Wahl fiel auf ein lang gehütetes Schätzchen. Stoffe aus der Serie TrueBlue von ZenChic.
Und hier ist nun meine neue Tasche mit der ich sehr zufrieden bin.

Verstärkt habe ich meine Außentasche mit H640. Neben Stylevil war das in der Anleitung eine mögliche Variante. Stylevil ist mir definitiv zu dick, also H640. Unikati gibt für die Verwendung von H640 im Schnitt Linien an, nach denen das H640 zugeschnitten werden soll. Da würde das Vlies nicht in der Nahtzugabe enthalten sein. Das habe ich nicht so gemacht. H640 hält nicht sonderlich gut auf Oilskin. Und selbst wenn es besser halten sollte, würde ich das nicht machen. Das Vlies ist dann durch überhaupt keine Naht fixiert. Und eine Tasche aus Stoff muss auch mal gewaschen werden. Da hätte ich Bedenken, dass das H640 verrutscht. Also habe ich Stoff und Vlies in der gleichen Größe zugeschnitten und somit das H640 in der Naht. Ganz ehrlich?! Das fällt überhaupt nicht auf. Ich habe nicht mal etwas zurückgeschnitten.
Ich habe wie angegeben die Teile neben dem Mittelteil abgesteppt. Schon durch wird das H640 platter.
An der Außentasche habe ich nichts verändert. Aber beim Innenleben.

Unikati hat eine aufgesetzte Reißverschlusstasche. Die mag ich überhaupt nicht. Ich habe in der inneren Reißverschlusstasche immer mein Portemonnaie. Dann hängt die aufgesetzt Reißverschlusstasche immer so runter. Voll blöd. Ich habe die Reißverschlusstasche genauso genäht wie auf der Rückseite der Außentasche. Nach meinem Dafürhalten die bessere Variante.

Das offene Einsteckfach habe ich nach Anleitung genäht. Zugefügt habe ich ein Schlüsselband. Das habe ich immer gerne in Taschen und das fehlt hier. Weggelassen habe ich die Halterung für die Trinkflasche. Ich habe nicht immer eine Trinkflasche dabei. Dann würde mich diese Halterung nur stören. Und wenn ich mal eine bei habe, dann kann die Flasche auch so in der Tasche stehen.
Was ich noch geändert habe ist der Verschluss. Einen Magnetdruckknopf wollte ich nicht wirklich, obwohl ich zugebe zwischenzeitlich darüber nachgedacht zu haben. Ich habe sogar vorsorglich einen gekauft, weil in meinen Vorräten kein silberfarbener mehr vorhanden war.
Lieber wollte ich einen Verschluss, der die gesamte Tasche gut schließt. Die Variante von Unikati tut dies nicht. Das Teil in welches der Reißverschluss eingesetzt wird ist deutlich kürzer als die Öffnung der Tasche. An einer Seite lässt Unikati den Reißverschluss in die Tasche baumeln und an der anderen Seite näht sie den Reißverschluss in die Stoffteile ein. Ich habe diese Variante genäht und für mich als nicht brauchbar befunden. Die Seite, in der der Reißverschluss eingenäht war stand so unter Spannung, dass sich der Reißverschluss immer etwas aufgezogen hat. Und wie schon erwähnt, war mir das Teil zu kurz. Zuviel freier Raum rechts und links daneben. Also habe ich es anders gemacht.

Ich habe mir mein Stoffteil so ausgemessen, dass es wirklich die ganze Tasche verschließt. Und wenn eine Seite des Reißverschlusses in die Tasche baumelt kann es auch die andere Seite tun. So bin ich jetzt sehr zufrieden.
Das hat mal wieder richtig Spaß gemacht. Die nächste Tasche steht schon in Wartestellung. Aber ich muss erst noch Oilskin besorgen. Voraussichtlich wird es eine weitere Tasche von Unikati, die dann wohl auch einige Änderungen bekommen wird.
Aber auch noch eine andere Tasche aus Kunstleder steht auf dem Plan. Da müsste ich noch weiteres Kunstleder dazu besorgen. Noch konnte ich mich nicht entscheiden, welches ich möchte.
von Kunzfrau | Apr. 19, 2022 | Socken, Stricken |
Bedingt durch einen kurzfristig eingeschobenen Teststrick und den FrühlingsjäckchenKnitAlong hat die Sockenstrickerei ein wenig geruht. Ein angefangenes Sockenpaar musste ein wenig länger auf seine Fertigstellung warten. Aber noch kurz vor meinem Urlaub wurde das Paar fertig und so konnte ich meine Socken bei allerschönstem Wetter auf der Insel fotografieren.

Ich war schon ganz früh auf der Promenade. Nur ganz wenig Menschen waren da. Ein paar LäuferInnen und einige Hunde, natürlich samt Frauchen oder Herrchen.

Entschieden habe ich mich diesmal für das Muster Fesdu von Regina Satta. Ein wirklich schönes Muster, welches ich vor Jahren schon mal gestrickt habe. Auf dieser Wolle aber, kommt das Muster richtig gut zur Geltung. Verwendet habe ich Regia Premium Yak. Von der habe ich damals viel zu viel gekauft, weil ich übersehen habe, dass es Knäule à 100g sind. So habe ich, obwohl ich schon zwei Jacken daraus gestrickt habe, noch einige Knäule übrig.

Damit ist Sockenpaar Nummer 8 von den geplanten 22 Paaren fertig.
Und natürlich kommt auch dieses Sockenpaar zum Sockenjahr zu Andrea.
Aber ich bin ja auch im Urlaub und ihr wollt auch Bilder von Sylt sehen. Hier noch ein Ausblick auf die Nordsee heute früh. So ganz ohne Wellen. Schon ein bisschen langweilig, aber auch sehr beruhigend.

von Kunzfrau | Apr. 18, 2022 | Fototouren, Leben, Reisen |
Kommt mit mir durch das Tor zum Glück.

Unten an der Promenade angekommen gehen wir nach rechts und spazieren nach Wenningstedt. Dort gibt es nämlich neue Alltagsmenschen. Die Fotogruppe.

Ich liebe diese Alltagsmenschen und freue mich immer wieder neue bestaunen zu dürfen. Gerne schaue ich auch in die unterschiedlichen Gesicherter der Damen und Herren.
Der Fotograf ist extra für das Foto von seinem Aussichtsplatz an die Promenade gekommen, um die Gruppe abzulichten.

Diese Gruppe sind leider die einzigen neuen Figuren, aber andere sind noch da, da diese von der Gemeinde gekauft worden sind und nun für immer hier stehen. So steht auch der Himmelsgucker noch immer an der Promenade und guckt und guckt und guckt …

Nun verlasse ich mit euch die Promenade und radle mit euch einmal quer rüber nach Keitum. Gegenüber der Dorfkirche ist ein kleiner Weg und unten an diesem Weg bietet sich dieser herrliche Blick auf das Wattenmeer.

So habe ich gestern immer einen Wechsel zischen spazieren und radeln gehabt. 20 Kilometer sind auf dem Rad auch zusammen gekommen. Ich merke ziemlich deutlich, dass ich total außer Form bin. Ich war ganz schön kaputt gestern Abend. Aber egal. Gleich geht es wieder aufs Rad. Mal schauen, wo es mich hintreiben wird.
von Kunzfrau | Apr. 17, 2022 | Dies&Das, Leben |

Euch allen wünsche ich frohe Ostern!
Kürzlich habe ich auf dem Blog „Bärbel bloggt“ dieses tolle Schild mit den Ostermotiven gewonnen. Gefertigt hat Trixi dieses Schild aus kleinen Klötzchen. Hier zeigt Trixie, wie sie die Schilder gemacht hat. Eine tolle Idee. Da ich seit gestern auf meiner Lieblingsinsel verweile, habe ich die Foto‘ s schon am letzten Wochenende bei Betty im Garten gemacht. Farblich passend. Den kleinen Osteruntersetzer habe ich von Magda geschenkt bekommen.
Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, was der Hase mit Ostern zu tun hat. Mir fiel das beim Fotografieren so ein. Also mal schnell Herrn Google gefragt. Das ist das Ergebnis:
Der Hase ist seit Jahrhunderten ein Fruchtbarkeitssymbol, denn er ist eines der ersten Tiere, die im Frühling Nachwuchs bekommen. Mit bis zu 20 Jungen im Jahr ist er auch ein sehr fruchtbares Tier. Hasen galten als Boten der germanischen Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostara. Möglicherweise leitet sich von ihrem Namen der Begriff Ostern für das Auferstehungsfest Christi ab.
Und was hat es mit dem Osterei auf sich? Auch hier wusste Herr Google natürlich Bescheid.
Das seit Jahrtausenden am Ostermorgen verschenkte, hart gekochte Ei steht im Christentum einerseits für den Tod Christi: Es ist leblos und kalt wie ein Grab. Die Schale war damals rot gefärbt, um das Blut Jesu zu symbolisieren. So wurde das Osterei gleichzeitig zu einem Zeichen der Wiedergeburt und des Lebens.
Bis zum Ostersonntag durften Eier wegen der bis dahin andauernden Fastenzeit nicht gegessen werden. Daher sammelten sich in dieser Zeit viele Eier an. Im Mittelalter lieferten Bauern einen Teil der Eier als Naturalzins bei ihren Lehnsherren ab. Die restlichen Eier erhielten in der Kirche den Eiersegen „benedictio ovorum“. Darum sind sie auch bunt: Sie wurden gefärbt, um sie von den ungeweihten Eiern unterscheiden zu können. Der Brauch, nach Ostereiern zu suchen, entwickelte sich vermutlich im 17. Jahrhundert im Elsass.
von Kunzfrau | Apr. 12, 2022 | Stricken, Tuch & Co |
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Ein nettes kleines Zwischendurchprojekt ist der SpringLoop von Strickauszeit. Als Christina einen kleinen Teaser zum Teststrick zeigte, bin ich tief in meinen Stash eingetaucht. So einige Varianten hatte ich ausgesucht und auch wieder verworfen. Entschieden habe ich mich dann für diese Kombination.

Diese Farbkombi fand ich sehr passend für den SpringLoop.
So konnte ich zeitnah nach der Zusendung der Anleitung mit dem Teststrick beginnen. Die erste Herausforderung war 264 Maschen anzuschlagen ohne sich zu verzählen. Die zweite Herausforderung war dann diese 264 Maschen zur Runde zu schließen ohne diese zu verdrehen. Aber diese beiden Herausforderungen wurden problemlos gemeistert.

Danach ist der Loop ein kurzweiliges Projekt. Im Wechsel werden glatt rechts beide Wollsorten verstrickt. Und zwischendurch gibt es zur Abwechslung immer wieder ein paar Reihen mit Lochmuster. So hatte ich den Teststrick schnell beendet.
Christina hat für ihre Projektseite gern Tragefoto’s. Aber das ist bei mir immer so eine Sache. Nicht immer steht mir meine Haus- und Hoffotografin zur Verfügung. So habe ich mir ein Modell gesucht, welches geduldig ist und still hält.



Heute ist die Anleitung zum Loop erschienen. Noch bis zum 17.04.2022 gibt es einen Einführungsrabatt von 20%.