von Kunzfrau | Dez. 17, 2023 | Anleitungen, Patchwork, Restefest, Weihnachten |
Auf dem BerninaBlog gibt es ja auch einen Adventskalender. Die Patchworkerinnen, Näherinnen und Maschinenstickerinnen unter euch werden das wissen. Bernina hatte in diesem Jahr das Jahr des Stickens ausgerufen. So wird in dem diesjährigen Adventskalender gestickt. Sowohl mit der Stickmaschine als auch mit der normalen Nähmaschine.
Hinter dem 15. Türchen verbarg sich ein Projekt für die Nähmaschine.
Zum Einsatz kommen Stoffreste. Ich habe dafür meine Kiste mit den weihnachtlichen Resten rausgeholt.

Ein bisschen die roten Reste rausgesucht sowie passenden Stickfilz.

Zu Beginn bin ich noch der Anleitung von Bernina gefolgt und habe zunächst rote Streifen auf Vlisofix gebügelt. Ich habe den Streifen etwas länger gemacht. Warum erfahrt ihr etwas später.

Dann aber bin ich von der Anleitung abgewichen. Bernina schneidet jetzt Kreise aus, bügelt die auf Filz und wendet dann Zierstiche an und umrandet den Kreis. Das bedeutet, dass die Stiche auf der Rückseite zu sehen sind. Nein, das wollte ich nicht. Ich habe jetzt die Zierstiche genäht. Mal ehrlich, die verwenden wir doch viel zu wenig. Jetzt ist aber die passende Gelegenheit dafür, auch wenn die zu nähende Strecke nur kurz ist.
Und ich wollte auch Metallicgarn verwenden. Metallicgarn ist für viele ein Angstgegner. Auch ich hatte etwas Respekt. Aber mit dem richtigen Material klappt das ganz hervorragend.

Ich habe Metallicgarn von Güterman und die Metallicnadeln von Madeira verwendet. Das besondere an diesen Nadeln ist, dass sie an der Nadel einen Schlitz haben, an dem das Garn entlangläuft. Dadurch läuft der Faden besser an der Nadel entlang und es wird ein Aufzwirnen des Garns verhindert. Das größere Öhr und der kleine Einstich verhindern, dass Einstechlöcher zu sehen sind. Somit kommt es nicht zum Fadenriss. Und natürlich mit etwas verminderter Geschwindigkeit nähen.
Ich habe auf meiner Janome M7 genäht und wie empfohlen für die Zierstiche den Satinstichfuß F verwendet. Da ich ja verschiedene Zierstiche ausprobieren wollte, habe ich für meinen Streifen zwei verschiedene Stiche ausgewählt.
So sah dann mein roter Stoffstreifen aus.

Um daraus jetzt Kreise zu schneiden habe ich die Perfect Circles verwendet.

Und ich benötige zwei Kreise. Deshalb ist mein Stoffstreifen auch etwas länger. Die Kreise habe ich mir auf der Rückseite angezeichnet, ausgeschnitten und das Vlisofix abgezogen.

Aus dem roten Stickfilz habe ich dann einen etwas größeren Kreis ausgewählt, aufgezeichnet und grob ausgeschnitten.

Nach Augenmaß einen der ausgeschnittenen Stoffkreise aufgelegt und aufgebügelt. Wegen des Metallicgarns habe ich dabei vorsichtshalber ein Handtuch genutzt. Damit meine Kugel beidseitig ist, muss nun auf auf die Rückseite ein Stoffkreis. Idealerweise genau an die gleiche Stelle wie auf der Vorderseite.
Dafür habe ich mir an den Rand meine Blümchennadeln gesteckt. So kann ich dann auf der Rückseite den zweiten Kreis passgenau auflegen und aufbügeln.

Auf dem Berninablog wird der Kreis „genähmalt“. Das hat mir nicht so gefallen. Ich habe mich für einen Buttonholestich entschieden.

Beim Nähen passe ich dann genau auf, dass der Schlitz meines Nähfüsschen immer genau am Rand des Stoffkreises entlangläuft.

Und fertig genäht.

Jetzt braucht meine Kugel noch einen schönen Rand. Das geht mit einer Wellenschere ganz hervorragend.

Und so sieht es nun fertig aus.

Noch rasch einen Faden eingefädelt und bei Wind ein einigermaßen Foto meiner Weihnachtskugeln gemacht.

Als Untersetzer eigen sie sich auch hervorragend. Da würde ich allerdings auf die Rückseite keinen zweiten Kreis nähen, sondern nur auf der Vorderseite den Kreis aufnähen. Den Buttonholestich darf man dann auf der Rückseite ruhig sehen. Die Zierstiche würde ich allerdings auch auf einem Untersetzer so nähen wie ich es hier bei den Kugeln gemacht habe.
Und ab damit zum Restefest!
von Kunzfrau | Dez. 12, 2023 | Dies&Das, Patchwork |
Als ich Anfang Dezember bei Frau Patch it einkaufen war, habe ich etwas geschenkt bekommen. So sah das aus.

„Marion, das ist eine Nikolausüberraschung. Am Nikolaustag bekommst du per Mail die Anleitung dazu.“ So die Worte von Frau Patch it.
Am Nikolaustag selber bin ich nicht zum nähen gekommen. Erst am Samstag habe ich nähen können. Aber zuerst habe ich das Röllchen geöffnet und die Stöffchen schön glatt gebügelt. Das war nun der gesamte Inhalt.

Endlich konnte ich mit dem Nähen beginnen. Ein bisschen entnähen musste ich leider auch, weil ich am Ende nicht richtig aufgepasst habe und ein Teil nicht richtig gelegt habe.
So sieht nun das fertige Ergebnis aus. Na, habt ihr eine Ahnung, was das ist?

Noch nicht wirklich. Dann klappe ich das Teil mal auf. Und wie sieht es jetzt aus??? Was ist das?

Ja richtig! Eine Tasche für die Aufbewahrung von Nähmaschinennadeln für unterwegs. Sehr praktisch, wie ich finde.

In ein Fach passen immer zwei Päckchen Nadeln.

Liebe Frau Patch it, ganz lieben Dank für die schöne Nikolausüberraschung. Mit Freude habe ich die Nadeltasche genäht.
von Kunzfrau | Dez. 4, 2023 | Socken, Stricken |
Ich stricke immer wieder gerne Tücher vom Meister Stephen West. Aber eben bislang immer nur Tücher. Nun haben die Fridayknitters beschlossen in einem kleinen KAL die Dustland Socks vom Meister zu stricken.
Ok. Das war eine gute Idee. Unifarbene Wolle hatte ich noch im Stash und ich möchte ja möglichst viel aus dem Stash stricken.

Wo war die noch her? Ich habe nicht wirklich eine Ahnung.
Der Meister strickt bei seinen Socken ein doppeltes Bündchen. Nein das wollte ich nicht. Das war mir von Beginn an klar. Auch das ich meine gewohnte Ferse stricke. So passen mir die Socken am allerbesten.
Und so sehen sie nun aus.

Die Socken haben sich richtig flott gestrickt. Die einzelnen Muster gehen immer über acht Runden und dann gibt es die Abtrennung zum nächsten Muster. Ich hatte das Gefühl, so geht das stricken viel schneller!
Hier die einzelnen Muster nochmal im Einzelnen.
Als erstes die Diagonal Ribs.

Es schließt sich der Moss Stitch an. Ein bisschen schwer zu erkennen. Die Wolle ist dafür doch ein bisschen zu dunkel.

Das letzte Muster bilden die Broken Ribs.

Trotz der dunklen Wolle sind die Muster in der Gesamtheit doch gut zu unterscheiden. Mir gefallen die einzelnen Strukturmuster.

Die Ferse strickt der Meister in kraus rechts. Ich habe das auch mal gemacht. Aber ich denke es bleibt bei dem einen Mal. So richtig toll finde ich es nicht.

Damit der kleine Rest erst gar nicht in mein Resteglas wandert, habe ich noch ein Paar Spendensöckchen gestrickt.

So ist wieder ein Knäuel aus dem Stash aufgebraucht.
von Kunzfrau | Nov. 24, 2023 | Anleitungen, Patchwork |
Die Adventszeit naht und wir bekommen die ersten Einladungen zum Adventskaffee.
Ich nehme zu so einer Einladung gerne ein kleines Mitbringsel in Form von etwas Selbstgemachtem mit, wie zum Beispiel diese Schlüsselbänder. Die sind rasch genäht und ihr könnt auch gut einige Reststücke Stoff verwenden.

Das Material

5 Stoffe jeweils à 16,5cm x 10cm
1 D-Ring Kantenlänge 3 cm
Und natürlich das übliche wie Nähgarn, Schere und eure Nähmaschine
Und so wirds gemacht
Die einzelnen Stoffstücke in beliebiger Reihenfolge füßchenbreit an den kurzen Seiten zusammennähen. Die Nahtzugabe bügeln.
Ich bügle die Nahtzugabe auseinander, damit diese Stellen später im gefalteten Schlüsselband nicht so dick sind.

Das Band links auf links zusammenklappen und bügeln.

Das Band wieder aufklappen und eine Seite bis zur Mitte bügeln und auf der anderen Seite wiederholen.

Nun das Band mittig falten und nochmals bügeln.

Jetzt wird der D-Ring aufgezogen.

Nun wird das Band zum Ring geschlossen. Dafür das Band an den beiden kurzen Seiten aufklappen und zusammennähen.
ACHTUNG: Das Band dabei nicht verdrehen.
Auch diese Naht auseinanderbügeln.
An der zuletzt genähten Naht das Band wieder falten und nochmal über diese Stelle bügeln.
Jetzt geht es ans Absteppen. Ich verwende hierzu den Fuß A – so heißt der für meine Janome Continental M7 – und stelle die Stichlänge 3 ein, um das Band mit einer optisch schönen knappkantigen Steppnaht zu versehen.

Zur Orientierung nutze ich die Einteilungen auf der Abdeckplatte für die Spule. Ich habe den Stoff bei 1/8 angelegt. Natürlich könnt ihr auch die Nadelposition nach rechts verstellen.
Um ein Fadennest auf der Rückseite zu vermeiden, lasst ihr den Ober- und Unterfaden lang und haltet diese beim losnähen fest. Verriegeln ist nicht notwendig. Am Ende angekommen näht wenige Stiche über den Anfang hinweg, und verriegelt mit diesen Stichen die Naht automatisch.
Ich nutze hier die Fadenschere nicht, sondern schneide die Fäden lang ab, damit ich auch für die zweite Seite einen ordentlichen Anfang habe.
Jetzt muss noch der D-Ring „befestigt“ werden.
Dazu wird der D-Ring an eine Stelle des Bandes geschoben, die euch dafür gut gefällt.
Damit ihr nun ganz dicht an dem D-Ring nähen könnt, setzt ihr am besten den Reissverschlussfuss ein.

Je nach Maschine wählt ihr nun die richtige Einstellung, um die Naht mit der Nadelposition ganz dicht am D-Ring zu nähen. An meiner M7 sieht das so im Display aus.

Auch hier lasse ich am Anfang die Fäden lang und halte sie fest. Vernähen ist auch hier nicht erforderlich.
Jetzt näht ihr einmal am D-Ring entlang und dann rückwärts wieder zurück. Auf dem kurzen Stück klappt das ganz gut. Abschließend wieder noch ein paar Stiche vorwärts und dann könnt ihr die Fäden abschneiden.
Tadaaa! Fertig ist das Schlüsselband!

Ich habe einen ganzen Schwung Schlüsselbänder genäht und werde sie nach und nach in der Adventszeit verschenken.

Dauert euch diese Variante zu lange? Dann geht’s auch schneller.
Verwendet dann keine Reststücke, sondern ein durchgehendes Stück Stoff. Ihr benötigt dann 74cm x 10cm großes Stück Stoff.

Nicht nur in der Adventszeit sind solche Schlüsselbänder ein schönes Mitbringsel. Ihr könnt sie für jede Jahreszeit, themenbezogen oder auch ganz neutral nähen.

Nun wünsche ich euch viel Spaß bei der Schlüsselbandproduktion.
von Kunzfrau | Nov. 21, 2023 | Dies&Das, Patchwork, Weihnachten |
Kürzlich zeigte ich euch hier meine Halloweenuntersetzer, die ich nach der Vorlage von Steffi von Quiltwerke genäht habe.
Ich habe nicht nur viele Streifenreste, die sich für Halloween eignen. Auch meine Weihnachtsrestekiste bietet da so einiges. Also habe ich rasch drei Untersetzer nach Steffi’s Vorlage genäht.

Mir haben es ja ganz besonders die Untersetzer mit dem Schneemann in der Mitte angetan.

Ich habe ein größeres Reststück mit diesen freundlichen Schneemännern. Um so eine schöne Mitte zu bekommen habe ich beherzt mitten in den Stoff geschnitten. Und so lachen mich nun zwei Schneemänner freundlich an.


Einer der beiden Schneemänner darf bei mir wohnen bleiben. Ich muss mich nur noch entscheiden, wer von den Beiden.